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Die Risiken einer Geldanlage in Wertpapiere

Ein Anleger der sich für ein Investment in Wertpapiere entscheidet, trifft diese Entscheidung auf Grund seiner Einstellung zur privaten Risikobereitschaft. Diese bestimmt seine gesamte Anlagestrategie und die Anlageform. Jedoch ist dieses nur die primäre Seite einer Wertpapieranlage. Sekundär hat der Anleger Risiken zu tragen, welche er weder subjektiv beeinflussen, noch ganz ausschalten kann. Man spricht hierbei von den drei Grundlegenden Risiken einer Wertpapieranlage.

Das Volatilitätsrisiko / Kursschwankungsrisiko:
Der Wert eines Wertpapieres wird durch seinen Kurswert ausgedrückt. Diese Wertpapierkurse, werden an den nationalen und internationalen Börsen der Welt an Hand der Kauf-und Verkaufspreise in den Orderbücher errechnet. Jedoch sind diese Kurswerte in allererster Linie nicht Ausdruck von mathematischen Berechnungen, sondern sie wiederspiegeln die Meinungen und Stimmungen der Markteilnehmer zu der jeweiligen Kapitalgesellschaft. Somit sind die Kurswerte natürlich sehr stark abhängig von Nachrichten und Informationen, welche die Kursentwicklung eines Wertpapieres sehr stark beeinflussen können. Da es erfahrungsgemäß an den Finanzmärkten mehr schlechte als gute Nachrichten gibt, ist somit jederzeit von kurzfristigen aber starken Kursschwankungen auszugehen. Die Volatilität ist dabei eine Kennzahl zur Messung der Stärke von Kursschwankungen und ein guter Trendindikator zur Kursprognose. Diese Schwankungen des Kurses sind daher objektiv gegeben und vom Anleger nicht beeinflussbar.

Das Währungs- oder Wechselkursrisiko:
Investiert ein Anleger in ausländische Wertpapiere außerhalb des Euroraumes, so unterliegt er dem grundsätzlichen Risiko von Währungsschwankungen, die ihren Ausdruck in schwankenden Wechselkursen finden. In der Praxis kann dieses zur Verringerung der Ertragsperformance eines Investments führen. Ein Anleger kann dieses objektive Risiko durch den Erwerb von währungsgesicherten Finanzprodukten zwar senken, aber auch diese Art der zusätzlichen Sicherheit hat ihren Preis und schmälert die Ertragsperformance einer Geldanlage. Währungsgesicherte Finanzprodukte werden zudem nur in einer recht schmalen Angebotspalette vertrieben und betreffen meist den Zertifikatebereich.

Das Emittenten-Risiko:
Diesem Risiko in der Geldanlage wurde bis zum Beginn der letzten Finanzkrise sehr wenig Beachtung geschenkt. Diese betraf zum einen die entsprechende Beratungs- und Aufklärungspflicht der depotführenden Banken, als auch die Einstellung der Anleger zu dieser Art des grundsätzlichen Anlagerisiko. Bis dato war es äußerst selten, dass ein Emittent wegen fehlender Bonität bzw. Liquiditätsproblemen in die Insolvenz ging. Die ausgesprochenen Empfehlungen der internationalen Ratingagenturen wurden auf die Wertpapiere bezogen, aber nur wenige auf die Emittenten. All diese Einstellungen wurden beim ersten massiven Auftreten der Finanzkrise im Jahr 2007 abgestraft und erst allmählich und unter massiven Druck der von der Finanzkrise betroffenen Regierungen wurden neue gesetzliche Bestimmungen für die Ratingeinschätzungen der Wertpapieremittenten durchgesetzt. Jeder Anleger sollte sich also nicht nur von der Risikoeinschätzung des Wertpapieres leiten lassen, sondern sollte zu aller erst auf das Rating des Emittenten achten. Dieses ist umso wichtiger, da bei einem Ausfall des Emittenten die gesamte Wertpapieranlage wertlos gestellt wird.

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