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Rendite einer Geldanlage

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Für jeden Anleger in Wertpapiere ist die Renditeerwartung seiner Geldanlage erklärtes Ziel seines Handelns. Da die Rendite eine Form der Kapitaleinkünfte darstellt, ist der Anleger verpflichtet darauf Steuern an den Staat abzuführen. Diese Abgabe an den Staat wird durch die Abgeltungssteuer anonym und direkt von der Depot verwaltenden Bank an den Staat als Quellensteuer abgeführt und beträgt 25 Prozent vom Kapitalertrag. Damit sind alle Steuern und Abgaben auf Ihre Kapitalerträge aus Wertgeschäften abgegolten.

Aber was versteht man nun genau unter dem Begriff der Rendite?:
Die Rendite ist das Verhältnis zwischen dem Kapitaleinsatz der Wertpapieranlage und dem daraus resultierenden jährlichen Ertrag. Dieses Verhältnis wird in Prozent angegeben. Wie schon erwähnt, muss der Anleger von dieser Rendite seinen steuerlichen Abgabenbetrag von 25 Prozent abrechnen um seinen Netto-Renditebetrag zu erhalten. Das Ergebnis ist der eigentliche Mehrwert der Geldanlage.

Betrachtet man die Rendite als Kennzahl einer Wertpapieranlage einmal genauer, so verdeutlicht ihr Wert die Rentabilität der Wertpapieranlage, also alle Wertsteigerung durch Kursgewinne, Zins-oder Dividendenzahlungen.
Die Rendite ist somit sehr gut zum Vergleich der Rentabilität verschiedener Wertpapier, unabhängig von ihrer Ertragsart ( Kurs-oder Zinsgewinne) geeignet.

Jedoch ergeben sich bei genauerer Betrachtung der für den Anleger erreichbaren Renditen in verschiedenen Wertpapieranlageformen bestimmte Interessenskonflikte. Zum einen ergeben sich diese im Bereich der Anlagesicherheit und Rentabilität, jedoch ebenso im Bereich Liquidität und Rentabilität. Diese Betrachtungen werden auch als „magisches Dreieck“ der Wertpapieranlage bezeichnet.

Das "magische" Dreieck der Wertpapieranlage

Für den Anleger im Wertpapiergeschäft sind die Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität nicht ohne Kompromisse kombinierbar. Dieses wird im “magischen Dreieck“ der Wertpapieranlage deutlich.
Bei einer Geldanlage in Wertpapiere besteht stets ein Interessenskonflikt zwischen Sicherheit und Rentabilität, sowie Liquidität und Rentabilität. Möchte der Anleger ein Höchstmaß an Sicherheit besitzen, so muss er Wertpapiere wählen, die seinem Sicherheitskriterium gerecht werden, jedoch niedrigere Renditen erzielen. Umgekehrt ist es der Falle, wenn der Anleger hohe Renditen erzielen möchte, so muss er Wertpapiere auswählen, welche mit einem höheren Anlagerisiko ausgestattet sind.
Ebenso verhält es sich mit dem Interessenskonflikt zwischen Liquidität und Rentabilität. So muss der Anleger hoher Liquidität (Geldanlage) oftmals Renditenachteile hinnehmen. Dieses ist zum Beispiel dann der Falle, wenn er eine kurzfristige Anlage in Wertpapiere hält und keine Dividendenzahlungen für die gehaltenen Wertpapiere bezieht.
Jeder Anleger muss sich also dessen bewusst sein, eine Geldanlage in Wertpapiere mit einem Höchstmaß an Sicherheit, hoher Renditeerwartung und 100 Prozent Liquidität ist und bleibt eine Utopie.
Solcherart von Versprechungen, die für eine Wertpapieranlage werben, sind nichts weiter als unlautere Geldhascherei der „Schwarzen Schafe“ im Wertpapiergeschäft.
In der Realität des Wertpapiergeschäftes, muss der Anleger die aufgezeigten Interessenskonflikte hinnehmen und Kompromisse finden, die seinem Anlageverhalten und der selbstgesetzten Zielstellung seiner Geldanlage entsprechen.


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