Fehler vermeiden – Eine Checkliste für den Anleger
Bestimmen Sie vor einer Anlage, welcher Anlegertyp Sie sind:
Beachten Sie stets, dass Ihre Anlageform auf Ihren Anlegertyp abgestimmt sind. So sollten Sie auf Bundesschatzbriefe zurückgreifen, wenn Sie ein sehr konservativer Anlegertyp sind und über wenig Wissen und Erfahrung über Wertpapieranlagen verfügen, … oder auf Optionsscheine Ihr Engagement ausrichten, wenn Sie sich als ein erfahrener und Risikoreicher Anlagertyp einschätzen. Diversifizieren Sie Ihr Depot und legen Sie „nicht alle Eier in einen Korb“. Durch eine breite Fächerung ich Ihrer Geldanlage im Depot können Verluste in einzelnen Positionen leichter ausgeglichen werden, ohne das die Gesamtperformance des Depots gemindert wird.
Bestimmen Sie Ihre Anlagestrategie im vor raus:
Vor jedem Kauf eines Wertpapieres sollte Klarheit darüber herrschen, für welche Anlagestrategie das Wertpapier gewählt wurde. Ebenso sollten Sie vorher bestimmen, wie lange Sie dieses Wertpapier in Ihren Depot halten wollen. Eine Berechnung der Renditeerwartung vor einer Anlage bringt Klarheit darüber, welchen Gewinn Sie mit diesem Wertpapier erzielen können. Seien Sie sich im vor raus darüber bewusst, welchen Verlust Sie bereit sind zu tragen. Diese Verlustschwelle sollte in der Regel die 10 Prozent-Marke (vom Kaufwert des Wertpapieres) nicht überschreiten.
Bestimmen Sie Ihr eigene Risikobereitschaft:
Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Streuen Sie das Risiko über mehrere Wertpapiere aus verschiedenen Ländern und Unternehmensbereichen. Eine zielgerichtete Diversifikation kann Risiken minimieren und die Gesamtperformance Ihres Depots maximieren.
Bestimmen Sie Alternativen zu Ihrer Geldanlage:
Vor dem Kauf von Wertpapieren sollten Sie verschieden Gewinn- und Verlustszenarien durchspielen. Damit sind Sie auf alle Dinge vorbereitet und können Alternativen wählen, wenn es an den Börsen stürmisch zugeht. So manchen Anleger hat der rechtzeitige Verkauf seiner Wertpapieranlage und ein Wechsel auf eine risikolose Festgeldanlage vor hohen Verlusten an den Finanzmärkten bewahrt.
Bestimmen Sie Ihre Kauf-und Verkaufspositionen stets neu:
Ständiges anpassen der Reaktion auf Basis der zwischenzeitlichen Kursentwicklungen. Gewinne mitnehmen und Kasse machen, sobald erste Zeichen einer negativen Kursentwicklung auftreten. So manchen Anleger wurde die alte Börsenweisheit schmerzhaft bewusst: „ Die Börse ist wie eine Einbahnstraße, man kann leider nicht wenden!“
Seien Sie gegenüber Nachrichten skeptisch:
Denken Sie bitte immer daran: Nichts ist so, wie es scheint. Seien Sie also immer in Bezug auf Nachrichten von Hause aus skeptisch, denn hinter jeder Nachricht steht immer ein bestimmtes Interesse bis hin zur Desinformation.
Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck:
Was Sie als Anleger am wenigsten gebrauchen können, ist selbstgemachter Psychodruck. Eine der größten Belastungsproben für den Anleger ist das Eingeständnis seiner Fehlspekulation. Beachten Sie deshalb folgende psychologische Faustformel: Halten Sie den Kreis der „eingeweihten“ um Ihre Wertpapieranlage klein um somit den Druck einer Rechtfertigung zu verringern.
Haben Sie „satte“ Gewinne erzielt, dann nehmen Sie diese umgehend mit:
Haben Sie einen „satten" Gewinn erzielt, dann scheuen Sie sich nicht, diesen sofort mitzunehmen und Ihr Engagement zu beenden. Orientieren Sie sich neu und beginnen Sie Ihr Engagement, wenn der richtige Zeitpunkt zum Einstieg gekommen ist.
Begrenzen Sie Ihre Verluste:
Arbeiten Sie mit Stop-Loss Kursmarken um Ihre Verluste auf das Niveau zu begrenzen, welches Sie sich selbst gesetzt haben und bereit sind zu tragen. Durch die Arbeit mit Stop-Loss Kursmarken, werden Ihre Wertpapiere automatisch vor höheren Verlusten geschützt, da ein vordeffinierter und gesetzter Stopp-Loss Ihre Wertpapierposition sofort zum Verkauf bringt.