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Welche Wertpapiere als Anlageobjekt wählen?

Bei einer Geldanalage in Wertpapiere hat der Anleger eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten. Deshalb ist es sehr wichtig, sich vor einer Anlageentscheidung über die Risiken und Chancen der gewählten Wertpapiere umfassend zu informieren. Zur Entscheidungsfindung sollte ein noch unerfahrener Anleger stets auf die Hilfe eines Anlage- oder Steuerberater seines Vertrauens zu Rate ziehen. Sehr wichtig ist hierbei eine unabhängige Beratung und kein Verkaufsgespräch.
Grundsätzlich unterscheidet man bei Wertpapieranlagen zwischen
festverzinsten- und kursabhängigen Wertpapieren. Gerade die festverzinsten Wertpapiere eignen sich für den sicherheitsorientierten- und konservativ eingestellten Anleger. Während sich alle kursabhängigen Wertpapiere als Anlageform für den risikobewussten Anleger bewährt haben.
Aus der großen Gruppe der festverzinsten Wertpapiere seien besonders die
Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze zu erwähnen. Diese Wertpapiere besitzen kein Kursrisiko, wogegen Bundesanleihen und Bundesobligationen ein zusätzliches Kursrisiko besitzen. Jedoch bieten Sie dem Anleger eine hohe Sicherheit durch EU und Bundesbürgschaften und eine feste jährliche Zinszahlung. Etwas weniger bekannt sind Wandel-und Optionsanleihen, Nullkupon-Anleihen, Floater und Genussscheine, welche jedoch ebenfalls zu den festverzinsten Wertpapieren gehören, allerdings mit einer erweiterten Ausstattung und somit einem erhöhtem Risiko.

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Die Wandel-und Optionsanleihen: Dieses sind Optionsanleihen (Optionsscheinanleihen), bei denen der Anleger die Möglichkeit hat, die Anleihe gegen Aufpreis innerhalb der Laufzeit in eine Aktienanleihe zu wandeln. Eine Verbindlichkeit den Wandel durchzuführen besteht für den Anleger jedoch nicht. Einzig und allein ist die Kursentwicklung der Anleihe ausschlaggebend für einen Wandel in eine Aktienanleihe. Der Vorteil für den Anleger besteht in der Partizipation des jährlichen Festzins und der Möglichkeit an Kursgewinnen (bei einem Wandel in eine Aktienanleihe) beteiligt zu werden. Für den Anleger besteht jedoch auch ein höheres Risiko darin, dass diese Wertpapiere überteuert (über den Nennwert) angeboten werden und somit die mögliche Partizipation an Kursgewinnen verringert wird, oder der Kurswert der Anleihe fällt. Eine erweiterte Sicherheit dieser Anleihen besteht in dem gesicherten Verkauf der Anleihen zum Nennwert bei Kaufdatum. Somit besitzt diese Anlageform kein Risiko eines Totalverlustes.

Die Aktie: Wohl das bekannteste Wertpapier am Anlagemarkt, stellt die Aktie dar. Mit ihr erhält der Anleger die Möglichkeit von zwei Ertragsquellen zu partizipieren. Zum einen vom Kursgewinn und andererseits von den Dividendenzahlungen. Jedoch muss man sich der Tatsache bewusst sein, wo erhöhte Chancen zu erwarten sind, gibt es auch höhere Risiken. Nur eine im vor raus geplante und durch die Ergebnisse der Technischen Analyse vorbereitete Wertpapieranlage in Aktien, erbringt den geplanten Erfolg. Jeder Anleger ist gut damit beraten von Handelssignal zu Handelssignal sein Engagement auszurichten.

Die Floater: Floater sind angepasste Gleitzinsanleihen über eine Laufzeit von maximal 7 Jahren und einer Einlage ab 5000 Euro. Die Gleitzinsen werden der jeweils vorherrschenden Marktsituation angepasst. Der Vorteil dieser Anlageform besteht darin, dass große Geldmittel über einen längeren Zeitraum höhere Erträge erzielen, als festverzinste Wertpapiere. Diese gilt vor allem in Zeiten einer Niedrigzinspolitik.





Die Genussscheine: Stellen ein Mix aus Aktie und festverzinsten Wertpapieren dar. Sie erzielen Renditeergebnisse zwischen 7 und 10 Prozent der Wertpapieranlage. Ein Nachteil besteht in den unregelmäßigen Erträgen, da diese sehr stark abhängig von dem jeweiligen Unternehmensgewinn sind. Ein Anleger, welcher diese Anlageform wählt, muss sich bewusst sein das diese Wertpapiere ein erhöhtes Risiko besitzen. Eine langfristige Investition sollte nur in als Erstklassik bewerteten Wertpapieren erfolgen.

Zertifikate: Diese recht junge Anlageform erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei den Anlegern. Sie stammen aus der großen Gruppe der Derivate. Dieses sind „künstliche“ Finanzprodukte, deren Basiskurs sich auf die unterschiedlichsten Wertpapiere bezieht. Es können Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Anleihen etc. sein, welche den Basiskurswert für ein Zertifikat bilden. Je nach der Art ihrer auf diese Basiskurswerte aufbauende Funktionsweise, unterscheiden sie sich in die unterschiedlichsten Zertifikategruppen (z.B. Garantie-, Bonus-, Partizipations-Zertifikate u.v.a.m.). Zertifikate sind für den Anleger deswegen interessant, da sie zum einen von der Entwicklung des Basiswertkurses wie auch von dem in das Zertifikat implizierte Kursverhalten partizipieren. Jedoch stehen all diesen Vorteilen auch hohe Risiken gegenüber. Zum einen können sie vorzeitig wegen Kursüber-oder Unterschreitungen des Basiswertes ausknocken, also Wertmäßig zum Totalverlust werden. Sie besitzen Laufzeitbeschränkungen und viele Zertifikate hebeln die Basiskursentwicklung, machen somit den direkten Vergleich mit den Auswirkungen bestimmter Entwicklungstendenzen des Basiskurswertes extrem schwierig. Als Fazit sollte auf diese Anlageform nur von erfahrenen Anlegern Gebrauch gemacht werden.

Die Nullkupon-Anleihe (Zerobonds): Eine lange Laufzeit der Anleihe (bis mx. 30 Jahre) und keine zwischenzeitliche Zinsauszahlung (Nullkupon) ist das prägnante Merkmal dieser Anleihe. Zum Ender der Laufzeit kommt es zur vertraglich festgelegten Zinsauszahlung. Die Tatsache, dass der Kaufpreis dieser Anlage oftmals nur die Hälfte des Wertpapiernennwertes beträgt und diese zum Laufzeitende garantiert zum Nennwert (Kaufdatum) zurückgekauft wird, macht diese Anlageform für den langfristig- und sicherheitsorientierten Anleger sehr lukrativ.

Investmentfonds / Fonds-Anteilscheine: Was für den Privatanleger sein Wertpapierdepot, ist für Kapitalgesellschaften und Vermögensverwaltungsgesellschaften der „Fonds“. In einem Fonds bündeln Kapital Aktiengesellschaften (KAG) privates Anlagekapital, um damit in Wertpapiere unterschiedlichster Art und Herkunft zu investieren. Zur Kapitalbeschaffung der KAG werden von diesen Anteilscheine an die Anleger verkauft. Der Anleger profitiert in unterschiedlichster Weise an den Gewinnen der Fondsgesellschaft. Diese unterschiedliche Gewinnpartizipation liegt an der Vielfältigkeit der gelisteten Fonds, ihren inhaltlichen Schwerpunkten in der Anlagepolitik und Anlagestrategie. Für den an einer Investition interessierten Anleger bedeutet dies, umfassende Information über den Fonds, die Fondsgesellschaft, den möglichen Renditeerwartungen und Risiken des Fonds einzuholen. Ebenso sollte er auf die von den internationalen Ratinggesellschaften ausgesprochenen Bonitätsratings der jeweiligen Fondsgesellschaft achten. Das Risiko des Ausfalles eines Emittenten(KAG) wegen mangelnder Bonität, führt zum sofortigen Totalverlust des investierten Kapitals eines Anlegers. Die Erfahrungen der letzten Finanzkrise zeigten recht deutlich, dass Risiko sein Kapital durch einen Ausfall des Emittenten zu verlieren ist ebenso hoch, wie das Kursschwankungsrisiko von Wertpapieren.


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